USA ziehen Militäreinsatz in Betracht

USA schließen Bodentruppen in Venezuela nicht aus

Foto: Weißes Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Washington zieht nach Militärschlag und Festnahme von Präsident Maduro auch Bodentruppen in Venezuela in Betracht. Außenminister Rubio erläuterte die Pläne für einen "demokratischen Übergang" und betonte, dass eine schnelle Neuwahl unrealistisch sei. Die US-Führung will Einfluss auf die Zukunft des Landes nehmen. Verkäufe von Ölreserven scheinen kein primäres Ziel zu sein, doch die Ölindustrie benötigt dringend Investitionen.

Druck auf Maduro-Nachfolge

Die US-Führung hat ihre Vorstellungen zur Zukunft Venezuelas nach dem Militärschlag und der Ergreifung von Präsident Nicolas Maduro weiter ausgeführt. Außenminister Marco Rubio sagte am Sonntag US-Medien, dass die Trump-Administration an einem „demokratischen Übergang“ in Venezuela arbeite. Er ergänzte, dass die „gesamte nationale Sicherheitsstruktur“ in die Entscheidungsfindung einbezogen werde. Rubio wies darauf hin, dass die Erwartung einer schnellen Neuwahl nach dem Ende der Präsidentschaft Maduros unrealistisch sei, da das chavistische System seit 15 oder 16 Jahren etabliert sei.

Mögliche Truppenpräsenz

Rubio schloss nicht aus, dass US-Truppen in Venezuela stationiert werden könnten, um Druck auf das Land auszuüben. Er erklärte, dass US-Präsident Donald Trump nicht öffentlich ausschließen wolle, Venezuela zu besetzen oder Truppen zu entsenden, um Einfluss auf die Zukunft des Landes zu behalten. Zudem wies Rubio Vorwürfe zurück, dass die Festnahme Maduros darauf abziele, US-Ölunternehmen den Zugang zu Venezuelas Ölreserven zu erleichtern. Er sagte aber, dass die venezolanische Ölindustrie zerstört sei und Investitionen von privaten Unternehmen „braucht“.

Venezuelas Reaktion

Zu Interimspräsidentin Delcy Rodriguez sagte der US-Außenminister, die USA würden sie danach beurteilen, wie sie sich in ihrer neuen Rolle verhalte. Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez teilte derweil am Sonntag mit, dass die venezolanischen Streitkräfte Rodriguez als vorübergehende Staatschefin anerkannt hätten. Zudem forderte er die sofortige Rückkehr von Maduro und seiner Frau Cilia Flores und bezeichnete die Festnahme als Aggression gegen die Souveränität Venezuelas.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)